Veranstaltungskalender 2014

Nun online: Unser Flyer für das 2. Halbjahr 2014:

RWV Ulm - Programm 2014/2


 

Dies war der Flyer für das 1. Halbjahr 2014:

RWV Ulm - Programm 2014/1

 

 


25. und 26. Januar 2014, jeweils von 10 - 17 h

vh Ulm, Club Orange

 

Meistersinger-Seminar mit Werner Hintze:

Das nenn' ich mir einen Abgesang

 

Liebe, Kunst und Politik in Richard Wagners »Die Meistersinger von Nürnberg«


Wagners Künstlerkomödie war wohl das größte und kühnste dramaturgische Experiment, an das er sich herangewagt hat. Die Verbindung einer nach dem allgemein üblichen und immer wieder wirkungsvollen Komödienschema gebauten Liebesgeschichte mit einer Diskussion von ästhetischen Problemen, die sich ihrerseits wiederum als politische Fragen enthüllen und schließlich in die für Wagner wichtigste aller Fragen münden: der nach dem deutschen Wesen und der Gestalt, die ein deutscher National-Staat, den er sich wünscht, aussehen könnte, erforderte dramaturgische Techniken, die Wagner für sein Werk erst erfinden musste. Er hat sie aber nicht nur erfunden, sondern auch mit staunenswerter Virtuosität gehandhabt. Auf diese Weise entstand ein Werk, in dem nahezu jedes Wort gleichzeitig auf mehreren Ebenen gelesen und interpretiert werden kann, ja interpretiert werden muss, wenn man dem Sinn des Ganzen auf die Spur kommen und den Faden der dramatischen Entwicklung nicht verlieren will. Wie es Wagner gelungen ist, die Fabel trotz dieser schweren Belastung mit zahlreichen Bedeutungsebenen so zu konstruieren, dass der Zuschauer davon kaum etwas merkt, sondern mit Freude, Gelächter und Rührung der Komödienhandlung folgen kann, ohne sich ständig durch ein Übermaß rationaler Reflexion abkühlen zu müssen – das aufzuzeigen, soll der Gegenstand des Wochenendseminars sein.

Dabei wird es vor allem um eine genaue Analyse der Funktion der Musik im Zusammenwirken mit der Dichtung und dem dramatischen Verlauf gehen. Diese Analyse ist besonders reizvoll, weil Wagner in diesem Werk eine Technik auf die Spitze treibt, die es zwar schon vor ihm, vor allem in der italienischen komischen Oper, gab, die er aber durch Überspitzung auf eine bis dahin ungeahnte Höhe hob: das Komponieren über Musik. Wagners Meistersinger-Musik ist neben den handlungstragenden und vorgangsmotivierenden Funktionen, die sie zu erfüllen hat, fast ununterbrochen damit beschäftigt, sich selbst zu betrachten und im Rahmen der im Stück vorgetragenen Diskussion des Widerspruch zwischen Tradition und Neuerertum ihre Position zu bestimmen. Diese Musik agiert daher fast durchgehend mit einem doppelten Boden, mit mal ätzender, mal liebevoller Ironie, vor allem natürlich, wenn sie die altväterlich pompöse und immer etwas klapprig klingende polyphone Feierlichkeit aufs Korn nimmt, mit der sich die kunstliebenden Handwerker zu präsentieren scheinen. (Wie leicht dieser doppelte Boden überhört werden kann, zeigt überzeugend die Tatsache, dass staatstragende Institionen sich zu ihren Festlichkeiten gern das »Meistersinger«-Vorspiel bieten lassen, ohne zu ahnen, wie sehr hier der feierliche Ton, in dem sie agieren wollen, veralbert wird.)

Dass eine Analyse dieses Werkes unvollständig wäre, wenn sie die Frage nach Wagners Nationalismus und seinem Antisemitismus aussparen würde, liegt auf der Hand. Wenn der zeitliche Rahmen des Seminars auch nur zulässt, diese Problemfelder zu streifen, wird sich doch ein Ausblick auf die nach wie vor nicht zur Ruhe gekommene Diskussion und auf mögliche Erklärungsmuster für diese Phänomene ergeben.


Voraussetzungen
Die Teilnehmer sollten eine allgemeine Kenntnis des Werkes haben, das heißt, dass die Handlung und die wichtigsten Drehpunkte bekannt sein sollten. Dabei ist eine detaillierte Kenntnis der Musik, der sogenannten »Leitmotive« und der musikalischen Zusammenhänge nicht erforderlich. Musikgeschichtliches Wissen, die Fähigkeit zum Partiturlesen, Kenntnisse in Harmonielehre und in den Techniken der musikalischen Analyse sind nicht schädlich, aber nicht erforderlich. Wir werden den dritten Akt des Werkes gemeinsam Takt für Takt hören und Wort für Wort lesen und die Analyse so durchführen, dass sie für interessierte Laien problemlos nachvollziehbar und dennoch für alle Beteiligten ergiebig ist. Alle Teilnehmer sollten einen Klavierauszug (oder auch eine Partitur) oder zumindest ein Textbuch zur Hand haben, weitere Literatur wird nicht benötigt.

 

Um eine frühzeitige Anmeldung über den Verband wird gebeten.

 

PS: Der moderne Kosmopolitismus hat mit dem der deutschen Klassiker nichts zu tun. Er verwischt die konkreten Konturen nationaler Kulturen und setzt dafür die odiose abstrakte »Nützlichkeit« der Monopole.

1. Die wahrhaft internationalen Werke sind die nationalen Werke.

2. Die wahrhaft nationalen Werke nehmen internationale Tendenzen und Neuerungen in sich auf.

 

 

 

Samstag, 15. Februar 2014

vh Ulm, Club Orange, 15 h

 

Vorstellung der Stipendiaten 2014

 

Unsere drei neuen Bayreuth-Stipendiaten des Richard-Wagner-Verbandes Ulm/Neu-Ulm stellen sich vor, sowohl im persönlichen Gespräch als auch durch musikalische Darbietung ihrer Kunst. Anschließend: Mitgliederversammlung.

 

 

Informationen zu den Stipendiaten sind nun online (hier klicken).

 

 

Samstag, 22. März

vh Ulm, Club Orange - 16 h

 

Minna Wagner

Vortrag von Lieselotte Gaitzsch

 

Die unendliche Geburtstagsfeier Richard Wagners 2013 ist Anlass genug, auch seine Frau Minna (1809-1866), mit der er immerhin 30 Jahr verheiratet war, zu würdigen. Im Leben und auch nachher - sie kam immer zu kurz. Doch dank erhaltener Aufzeichnung und Briefen von Wagner an seine Frau ist das Vergessen nicht gelungen, dazu soll auch hier ein Teil beigetragen werden.

 

 

Minna Wagner in Middle Life (Verlag F. Bruckmann, München), Quelle: Ernest Newman "The Life of Richard Wagner, Volume II", 1937, A. Knopf, New York.

 


 

Samstag, 12. April 2014

vh Ulm, Club Orange - 16 h

 

"Wißt ihr, wie das wird?" - Wagners Ansichten bezüglich der Zukunft der Menschheit

 

Die Frage, wie die Zukunft der Welt aussehen werde, beschäftigte Richard Wagner sein Leben lang, stellte sich ihm stets als die Frage nach den Erlösungsmöglichkeiten des Menschen und wirkte massiv auf sein künstlerisches und essayistisches Œuvre. Deswegen ist ein tieferes Eindringen in das Denken und Schaffen dieses Künstlers ohne die Beachtung seiner erlösungstheoretischen Ansichten kaum denkbar. Bei näherer Betrachtung stellt sich heraus, dass Wagner mit diesen seinen Ansichten kein Einzelphänomen in seiner Zeit darstellt und tief in den säkularen Erlösungsdiskurs der Neuzeit eingebettet ist. Damit erweist sich dieser Diskurs ebenfalls als ein wichtiges Element für das bessere Verständnis Wagners. Der Vortrag versucht einen Beitrag zur Verbesserung des Verständnisses dieses Komponisten zu leisten, indem er die einzelnen Lebens- und Schaffensphasen Wagners auf die Erlösungsthematik hin untersucht und sie in dem neuzeitlichen Erlösungsdiskurs verortet.

 

Curriculum Vitae

 

Dr. Eugen Wenzel (geb. 1984) studierte von 2004 bis 2009 an der Georg-August-Universität Göttingen Germanistik, Philosophie und Lateinische Philologie. Anschließend Promotion bei Herrn Prof. Dr. Norbert Otto Eke (Paderborn) und bei Herrn Prof. Dr. Joseph A. Kruse (Berlin) zu dem Thema: Ein neues Lied? Ein besseres Lied? Die neuen »Evangelien« nach Heine, Wagner und Nietzsche. Ab Herbst 2014 Anstellung an einem Berliner Gymnasium.

 

Er war Stipendiat der Studien- und der Promotionsförderung der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. und für den Bayreuther Festspielsommer 2005 Stipendiat der Internationalen Richard-Wagner-Stipendienstiftung e.V. Seit 2006 ist er Mitglied des Richard-Wagner-Verbandes Hannover e.V.

 

Zu seinen thematischen Schwerpunkten gehören neben Heine, Wagner, Nietzsche und dem säkularen Erlösungsdiskurs der Neuzeit hauptsächlich Friedrich Schiller, Gerhart Hauptmann, die ästhetische Theorie und die deutschsprachige Literatur der Nachkriegszeit. Das nächste wissenschaftliche Großprojekt, das er plant, trägt den Arbeitstitel: Der Zweite Weltkrieg, die Konzentrationslager und der GULag aus der Sicht deutschsprachiger und sowjetischer Schriftsteller zwischen 1939 und 1965.

 


 

Leider müssen wir mitteilen, dass das Konzert am Samstag, den 17. Mai krankheitsbedingt ausfällt! Bitte teilen Sie diese Information auch anderen Personen mit, die Sie kennen. Eine Erstattung bereits verkaufter Karten findet über den Verband statt. Wir bitten Sie um Ihr Verständnis und entschuldigen uns vielmals.

 

Samstag, 17. Mai 2014

Ulm – Saal der Ulmer Museumsgesellschaft, Neue Straße 85, 89073 Ulm

Beginn um 20 h

 

Festkonzert Wagner – Verdi – Strauss


Sabine Vinke, die bereits 2013 mit ihrem Mann Stefan Vinke das Ulmer Publikum begeisterte, kehrt nach Ulm zurück und singt Lieder und Arien von Wagner, Verdi und Richard Strauss.  Passend zum 150. Jubiläum des Komponisten Richard Strauss lädt Sie unser Verband ganz herzlich zu diesem Konzert in die Räumlichkeiten der Ulmer Museumsgesellschaft ein.

 

Sabine Vinke wird am Flügel begleitet von Larissa Kurmatschewa.

 

Eintritt regulär: 20 €

Eintritt Schüler, Studenten, Schwerbehinderte: 10 €

 

Tickets sind vorab erhältlich über den Verband oder traffiti Ulm. Eine Abendkasse wird zusätzlich eingerichtet.

 

→ Link zum Eintrag im Veranstaltungskalender der Stadt Ulm

 

 

Informationen zu den Künstlern:

 

Sabine Vinke

 

Nach dem Abitur erhielt die Sopranistin Sabine Vinke ihre Gesangsausbildung an der Hochschule für Musik in Karlsruhe bei Frau Prof. Maria Venuti und dem Institut für Musiktheater ebenfalls in Karlsruhe bei Frau Prof. Renate Ackermann. Im Rahmen dieses Studiums war sie an verschiedenen Projekten und Konzerten beteiligt. Aktive Teilnahme führte Frau Vinke in dieser Zeit in mehrere Meisterkurse von KS Hilde Zadek, Teresa Seidl und Verena Keller (Opernwerkstatt Schloß Laubach). Außerdem war sie zu dieser Zeit Mitglied des Extrachores am Nationaltheater Mannheim. Von 2001 bis 2004 arbeitete Frau Vinke mit der Mezzosopranistin Liljana Nejceva und einigen Repetitoren und Dirigenten am Nationaltheater Mannheim. Aktuell studiert sie ihr Repertoire mit Stefano Gibellato in Venedig und Gary Kudo in Mannheim. Im Jahr 2002 war Sabine Vinke Stipendiatin der  Richard-Wagner-Stipendienstiftung Bayreuth.

Erste Bühnenerfahrung als Solistin sammelte sie in Opernproduktionen am Nationaltheater Mannheim, sowie an der Opéra du Rhin Strasbourg und dem Teatro di San Carlo Neapel. Am Mainfrankentheater in Würzburg sang sie Die “Janthe” in Heinrich Marschners Oper “Der Vampyr”. Seit dieser Zeit hat sich das Repertoire Sabine Vinkes mehr und mehr zum großen lyrischen und jugendlichen Fach hin entwickelt. Seit Partien wie Elsa, Elisabeth, Sieglinde , Elisabetta (Don Carlo) und Desdemona zu ihrem Repertoire zählen, häufen sich die Konzertverpflichtungen, in denen sie bereits Szenen wie das “Brautgemach”, “Erster Akt Walküre” oder große Ausschnitte aus “Andrea Chénier” und “Otello” gesungen hat.

Große Beachtung erhielt sie durch das Galakonzert in Bad Bergzabern mit Kolleginnen wie Jayne Casselman und Susan Mclean unter der Begleitung des Karlsruher Studienleiters Wolfgang Wiechert und das Festkonzert des Richard Wagner Verbandes Mannheim-Kurpfalz in der ausverkauften Mannheimer Christuskirche mit Ihrem Ehemann, dem Heldentenor Stefan Vinke unter Begleitung des dortigen Landeskantors Johannes Michel.

Jüngste Höhepunkte ihrer Karriere waren Konzerte für die Richard-Wagner-Verbände der Städte Mannheim und Ulm, im November 2013 Verdis Requiem mit der Kantorei an der Pauluskirche in Bad Kreuznach, sowie ein Richard Wagner Galakozert im Papageno Musiktheater am Palmengarten in Frankfurt.

Für dieses Jahr stehen weitere Galakonzerte im Frankfurter Papagenotheater mit  Werken von R. Strauss und G. Verdi, das Wagner-Geburtstags-Konzert für den Richard-Wagner-Verband in Ulm, sowie als besonderes Highlight ein Solokonzert mit der Mannheimer Bläserphilharmonie im großen Saal des Rosengartens auf Sabine Vinkes Programm.

 

Larissa Kurmatschewa

 

Larissa Kurmatschewa stammt aus Karaganda, Kasachstan. Nach der Emigration nach Deutschland begann sie ihr Studium an der Hochschule für Musik Rheinland-Pfalz in Mainz mit Schulmusik (Klavier und Gesang). Im Anschluss studierte sie bei Professor Heinz Zarbock und schloss mit einem Diplom in Klavierpädagogik ab. Sie beendete ihr Studium mit einem weiteren Diplom in Liedgestaltung / Korrepetition bei Professor Burkhard Schaeffer.

Sie ergänzte ihre musikalische Ausbildung in Meisterkursen bei Ruth Ziesack, Professor Rudolf Piernay und Ulrich Eisenlohr und nahm am Meisterkurs „Singing Summer“ 2005 mit Professor Thomas Dewald und Professor Burkhard Schaeffer in Mainz teil. 2006 und 2007 arbeitete Sie als Korrepetitorin an selbigem Meisterkurs. Außerdem wirkte sie als Korrepetitorin bei zahlreichen Sängern und Instrumentalisten und in den Gesangsklassen von Professor Claudia Eder, Professor Thomas Dewald, Elaine Woods, Andreas Karasiak. Sie betätigte sich bei Gemeinschaftsproduktionen der Hochschule und des Staatstheaters Mainz. Von 2005 bis 2010 war sie Lehrbeauftragte an der Musikhochschule Rheinland-Pfalz und arbeitete als Korrepetitorin am Staatstheater Mainz. Sie hat beim Bundesgesangswettbewerb 2006 in Berlin begleitet und 2008 beim Wörthersee Operetten Wettbewerb. Seit 2010 ist sie als Chorassistentin der Mainzer Singakademie tätig. Seit 2011 ist sie ständige Begleiterin des Siegbrunn Musiktheater. Ferner arbeitet sie mit verschiedenen Sängern für Konzerte und Wettbewerbe zusammen.

 

 

 

Samstag und Sonntag, 14.-15. Juni 2014

Linderhof / Garmisch-Partenkirchen

 

Sommerreise nach Schloss Linderhof und Garmisch

 

Link zur Bayerischen Schlösserverwaltung


Wir reisen ein Wochenende in die Alpen. Der Samstagmorgen beginnt mit einer Besichtigung von Schloss Linderhof (Themenführung: "Richard Wagner und Ludwig II.") und Mittagessen vor König Ludwigs Hundinghütte.

 

Am Nachmittag geht es nach Garmisch zum Richard-Strauss-Festival 2014. Feiern Sie Strauss‘ 150. Geburtstag beim Liederabend mit Ian Bostridge und Julius Drake. Am Sonntag hören wir im Richard-Strauss-Institut (RSI) einen Vortrag über Strauss‘ Tondichtungen von Herrn Dr. May. Die Strauss-Ausstellung im Michael-Ende-Park ist ebenfalls Teil des Programms.


Anmeldungen sind nicht mehr möglich.

 

 

Informationen:

 

Seite Schloss Linderhof

 

Seite des Richard Strauss Festival 2014

 

Seite des Richard-Strauss-Institut, Garmisch

 

Seite des Hotel Königshof

 

 

Richard Strauss auf einer Fotografie von Ferdinand Schmutzer, 1922

http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AFerdinand_Schmutzer_-_Richard_Strauss%2C_1922.jpg
Public Domain.

 

Sonntag, 6. Juli, 11 h

Ulm, Gänsackerweg 119, Thalfingen

 

Sommerfest

 

Freuen Sie sich wie jedes Jahr auf das beliebte Sommerfest unseres Ortsverbandes. Um rechtzeitige Anmeldung wird gebeten. Fränkische Würste und Getränke werden von uns gestellt, über Beistellung von Salaten und weiterem Grillgut freuen wir uns!

 

Wie immer mit unserem  Wagner-Quiz und sonstigen Beiträgen.

 

Es grüßt Sie ganz herzlich

Ihr Vorstand.

 

25-28. September 2014

Eisenach/Weimar/Leipzig/Dresden/Graupa

 

Auf den Spuren Wagners in Mitteldeutschland

 

In Zusammenarbeit mit Burmann Reisen findet Ende September wie im Flyer 1 Halbjahr angekündigt unsere gemeinsame Vereinsreise quer durch Mitteldeutschland statt.

 

Wichtige Stätten vor allem des jungen Wagners finden sich dort: Leipzig, nicht nur Geburtsstadt, sondern auch späterer Berührungspunkt als Student; Dresden, Stadt des Durchbruchs als Kapellmeister und Ursprung der revolutionären Kräfte in Wagners Persönlichkeit; Eisenach als romantisches Symbol: Wagner wird von der Wartburg nach seiner enttäuschten Rückkehr aus Paris zur Gestaltung der Szenen im Tannhäuser angeregt; Graupa, unweit Dresden gelegen ist der Entstehungsort des Lohengrin; Weimar, Stadt des von Wagner über alles geliebten, aber niemals persönlich getroffenen Goethe und zugleich späterer Stützpunkt Franz Liszts - als Wagner bereits  in das Schweizer Exil geflohen ist und in der Ferne weilt, dirigiert sein Freund Liszt in Weimar die Uraufführung des Lohengrin.

 

Link zu Burmann Reisen:

www.burmann-agentur.de/

Unter Programm den Flyer 2014/2015 auswählen und auf Seite 4 scrollen.

(Bitte informieren Sie sich auch über alle weiteren Veranstaltungen von Burmann Reisen.)

 

Alle weiteren Informationen bezüglich der Vereinsreise gehen den angemeldeten Personen auf direktem Wege zu.

 

 

Sonntag, 12. Oktober, 15 h

Theater Ulm

 

Festvortrag von Matthias Kaiser und Stipendiatenkonzert

 

Der Operndirektor des Theaters Ulm wird unser Ehrenmitglied! Die Ernennung erfolgt in festlichem Rahmen am Sonntag, den 12. Oktober im 15h im Foyer des Theaters Ulm.

 

Programm: Festvortrag von Operndirektor und Regisseur Matthias Kaiser, musikalisch umrahmt von aktuellen und ehemaligen Wagner-Verbands-Stipendiaten/-innen I-Chiao Shi, Brigitta Ambs, Thomas Bierfeld und Alexander Kiechle.

 

Keine Reservierung oder Vorverkauf notwendig, einfach vorbeikommen zur Ehrung der unermüdlichen Arbeit im Sinne der Kunst durch Herrn Kaiser!

 

Es grüßt Sie

Ihr Vorstand


Samstag, 8. November, 16 h

vh Ulm, Club Orange

 

Woher kommt Wagners Gral und wie erscheint er auf der Bühne?

 

Ein Vortrag von Prof. Dr. Dr. h.c. Volker Mertens, Berlin.


Der Gral gehört zu den uralten Mythen: ein geheimnisvolles Gefäß, das Herrschaft und Heil verheißt. Mittelalterliche Texte erzählen von ihm, von einer Gralburg und einem geheimnisvollen Kult. Später wurde daraus die Abendmahlschüssel Jesu, was Wagner übernommen hat. Auf der Grundlage der Quellen schuf er einen eigenen Mythos: der Gral als Symbol des menschlichen Mitleidens. Kann das zur Grundlage einer neuen Gesellschaft werden? Diese Utopie bleibt letztlich offen. In den letzten dreißig, vierzig Jahren haben die Regisseure ihre eigenen Visionen auf Wagners 'Bühnenweihfestspiel' projiziert- der Gral erscheint als austauschbares Objekt oder es gibt ihn gar nicht mehr. Der Vortrag  geht dem mythischen Gehalt von Wagners Gral nach, setzt sich mit den Deutungsmöglichkeiten (die Wagner nie ausdrücklich formuliert hat) auseinander und behandelt modernen Inszenierungen an ausgewählten Beispielen (Wieland Wagner, Herheim, Bieito).


Samstag, 6. Dezember, 11 h

vh Ulm, Club Orange

 

Musik im Advent

 

Gemeinsamer Beschluss des Vereinsjahres, künstlerisch gestaltet von unseren drei diesjährigen Stipendiaten.

 

Wie jedes Jahr laden wir Sie herzlich in die vh Ulm ein, um die einmaligen künstlerischen Darbietungen unserer Stipendiaten (I Chiao Shih: Sopran, Thomas Bierfeld: Horn, Michael Grau: Klavier) zu erleben. Sie hören Musik von Gliere, Wolf, Schubert, Mahler und Schumann.

 

Für kulinarische Spezialitäten, Snacks, Getränke, etc. nach dem Konzert wird gesorgt. Um Voranmeldung und die rechtzeitige Überweisung eines geringen Unkostenbeitrags (30 EUR, Essen und Getränke eingeschlossen) wird gebeten.

 

 

 

 

 

Ende 2014.

 


 

Richard-Wagner-Verband Ulm/Neu-Ulm e.V.

Ulmer Str. 5 a · 89275 Elchingen

Telefon: (07 31) 26 88 33 · Telefax: (07 31) 26 88 51
E-Mail: info@rwv-ulm.de oder ra@kanzlei-lachenmann.de

 



21. April 2012
Ulm, vh Ulm, Club Orange, 15 h

"Das Liebesverbot oder die Novize von Palermo" - Vortrag von Roland Bauer

Das Frühwerk Wagners beschäftigt sich mit dem Thema Liebe, die zumindest für Macht- und Besitz-Strebende verboten ist, ein Thema, das Wagner in seinen späteren Opern immer wieder aufgreifen wird. Entdecken Sie viele weitere Themen des späteren Wagner in einer völlig ungewohnten, ja einmaligen künstlerischen „Verpackung“, die diesem
Frühwerk seinen unwiderstehlichen Reiz geben.


Roland Bauer ist Referent am Kultusministerium in Stuttgart und hält seit vielen Jahren Einführungen in das Werk Richard Wagners, z. B. im Kunstmuseum Bayreuth anlässlich der Bayreuther Festspiele.