Veranstaltungskalender 2012

 

→ Hier finden Sie den Veranstaltungskalender 2012 als PDF.

 

 

21. Januar 2011
Ulm, vh Ulm, Club Orange, 15 h

MARIA CALLAS als Wagnersängerin
Die Tosca! Die Norma! Die Lucia!
Die Brünnhilde? Die Kundry? Die Isolde?

Vortrag von Thomas Bogatz, Stuttgart.

Maria Callas! Ihre Tosca, Norma und Lucia setzten Maßstäbe, an denen heute noch gemessen wird. Weniger bekannt sind dagegen ihre Interpretationen der Wagner-Heroinen. Die Kunst und Persönlichkeit der Callas als Wagner-Interpretin wird Ihnen dieser Vortrag näher bringen. Musikbeispiele dokumentieren die Einzigartigkeit dieser großen Künstlerin auch im Wagner-Fach!

Thomas Bogatz arbeitet am Staatstheater Stuttgart in der Verwaltung und unterstützt die Öffentlichkeitsarbeit des Stuttgarter Balletts in erster Linie durch Hausführungen. Er ist Vorsitzender des Richard Wagner Verbands Stuttgart und zudem Präsidiumsmitglied des Internationalen Richard Wagner Verbands.

Er referiert in vielen Städten zu verschiedenen Themen. Ein Schwerpunkt bildet dabei das Schaffen Richard Wagners, etwa zur Stellung des Komponisten in der französischen Musikgeschichte oder über den Einfluss des Buddhismus im Werk Wagners. Daneben gibt er Werkeinführungen und moderiert Konzerte.

"Auf ihrer Klangbühne führt Maria Callas den von Emil Berliner – dem Erfinder der Schallplatte – einst beschworenen „Dialog mit der Ewigkeit“. Und wie keine andere ist sie in der Lage – nach einem Wort Richard Wagners – den Gesang vor dem „Auge des Ohres“ zum szenischen Geschehen werden zu lassen."

 

→Informationsseite zur Veranstaltung (vh Ulm)

 

25. Februar 2012
Ulm, vh Ulm, Club Orange, 15 h

Liederrecital von Klassik bis zur Spätromantik

Ingeborg Williams singt Lieder von Schubert, Schumann, Mozart, Reger, Wolf, Strauss und anderen – zwischen den Liedvorträgen wird Frau Williams über die Komponisten erzählen.

Ingeborg Williams studierte an der Musikhochschule in Mannheim Klavier und Gesang, konzertierte als Pianistin über viele Jahre im Ausland, überwiegend in Spanien. Sie ist Klavier- und Gesangslehrerin, Dirigentin von 4 Männerchören, Stimmbildnerin und Liedbegleiterin und hält Vorträge beim Treffpunkt Musik in der vh Ulm.

→ Hier finden Sie den Link zum Veranstaltungskalender der vh Ulm



31. März 2012
Ulm, vh Ulm, Club Orange, 15 h

Vorstellung der diesjährigen Stipendiaten des RWV Ulm/Neu-Ulm e.V.

Wir freuen uns Ihnen diesmal gleich zwei Stipendiaten für das Kalenderjahr 2011 vorstellen zu können. Die Veranstaltung findet im Club Orange statt. Freuen Sie sich auf:

Juliana Koch, 23 Jahre, Solo-Oboistin am Theater Ulm

und

Alexander Kiechle, 18 Jahre, Bass, 1. Preisträger bei Jugend Musiziert 2011.


21. April 2012
Ulm, vh Ulm, Club Orange, 15 h

"Das Liebesverbot oder die Novize von Palermo" - Vortrag von Roland Bauer

 

Wussten Sie, dass im Werkverzeichnis von Richard Wagner 113 Werke aufgeführt sind, wobei der „Ring“ (WWV 86 A-D) als ein Werk gezählt wird? Nicht nur mit dieser großen Anzahl überraschte uns Roland Bauer in seinem fundierten und spannenden Vortrag mit vielen Musikbeispielen von den Feen bis Parsifal.

 

An der Tatsache, dass die sog. Frühwerke gar nicht oder so selten gespielt werden, ist auch Wagner selbst nicht unschuldig, weil er seine frühen Opern nicht im Festspielhaus aufführen lassen wollte und er sich auch selbst meist negativ darüber äußerte.

 

Dabei sind diese Werke ein Beleg für die geistige und kompositorische Entwicklung, die Wagner genommen hat. Die Musik des Liebesverbot, nach den Feen die zweite vollendete Oper und ein Gegenentwurf zu den Feen, ist stark beeinflusst durch die Entdeckung von Bellinis Opern, die Wagner begeisterten, wobei seine Begeisterung durchaus ambivalente Züge trug. Einerseits war Wagner beeindruckt von der tiefen emotionalen Wirkung einfach geführter melodischer Linien und harmonischer Verläufe, anderseits war ihm gerade diese Einfachheit suspekt, sie konnte der Kunstform „Oper“ nicht gerecht werden. Trotzdem übernahm er im Liebesverbot die einfachen musikalischen Formen, die er bei Bellini glaubt erkannt zu haben, Kadenzen werden, im Gegensatz zu den Feen, wieder zu den harmonischen Fixpunkten der Musik und einfache melodische Linienführungen, homophon gestaltet, bestimmen die Melodik.

 

Wagner nahm zeit seines Lebens immer eine äußerst kritische Haltung gegenüber der gesellschaftlich sanktionierten und in einem Ehevertrag „gefesselten“ Liebe ein. Schon in seinen ersten Werken „Leubald“ und „Hochzeit“ wird das deutlich. Nach dem er in den „Feen“ bezüglich der Ehe versöhnlichere Töne angestimmt hat, plädiert er nun im Liebesverbot umso vehementer für deren Auflösung.

 

Unter dem Einfluss von Heinrich Laube und den „Jungen Deutschen“ begann Wagner „politische Kunst“ zu schaffen, in dem er ihr die Funktion zu wies, ein Bewusstsein für die Notwendigkeit radikaler gesellschaftlicher Veränderungen zu schaffen. Insbesondere seine Sicht auf privates Eigentum als fundamentales Übel der Gesellschaft beginnt sich zu entwickeln und letztlich blieb er über den „Ring“ hinaus dieser Sichtweise sein Leben lang treu.

 

Das Liebesverbot ist eine große Volksoper mit vielen Chören und Volksszenen und geht auf die literarische Vorlage von „Maß für Maß“ von Shakespeare zurück, die er aber im Sinne der „Jungen Deutschen“ umdeutet. So wird das Werk zum Plädoyer für freie offene Sinnlichkeit und die Emanzipation der Frau. Das zentrale Thema Wagners: Liebe und Macht sind nicht miteinander vereinbar und ebenfalls schon in den Vorgängerwerken artikuliert, wird auch im Liebesverbot konsequent weiter entwickelt.

 

Viola Lachenmann

 

04 - 05. Mai 2012
Frankfurt

"Das Liebesverbot oder die Novize von Palermo" - Opernreise in die alte Oper Frankfurt

Wir fuhren gemeinsam nach Frankfurt um dort eine konzertante Aufführung des Liebesverbotes der Frankfurter Oper unter GMD Sebastian Weigle zu genießen. Nach der großartigen Aufführung der "Feen" vor einem Jahr erwraten wir auch hier ein neues Highlight. Zusätzlich bieten wir ein spannendes weiteres Programm an: Museumsbesuche ebenso wie gute Restaurants.

Das Frühwerk Wagners beschäftigt sich mit dem Thema Liebe, die zumindest für Macht- und Besitz-Strebende verboten ist, ein Thema, das Wagner in seinen späteren Opern immer wieder aufgreifen wird. Entdecken Sie viele weitere Themen des späteren Wagner in einer völlig ungewohnten, ja einmaligen künstlerischen „Verpackung“, die diesem Frühwerk seinen unwiderstehlichen Reiz geben.

17. - 20. Mai

Prag

 

Internationaler Richard-Wagner-Kongress des internationalen Wagner-Verbandes

 

Symposien, Stadtführungen, Ausflüge, Möglichkeit des Besuchs der Opern Parsifal, Die Verkaufte Braut und Cosi fan tutte.

 

Information und Anmeldung über den Verband: → http://www.richard-wagner-verband.de


15. – 18. Juni

Opernreise nach Berlin

mit Besuch der „Meistersinger von Nürnberg“ in der Komischen Oper und spannendem Beiprogramm.
15. Juli
Gänsackerweg 119, 89275 Elchingen – ab 11 h

Sommerfest

mit Wagner-Quiz, Klavierkonzert und fränkischen Spezialitäten

29. - 30. September 2012

Ulm, Einsteinhaus/Volkshochschule

 

Workshop zu "Tristan und Isolde" mit Werner Hintze

 

…das kannst du nie erfahren

Ist Richard Wagners Oper »Tristan und Isolde« – ein Stück über die Liebe?

 

Zielstellung

Das Wochenendseminar soll der im Untertitel formulierten Frage nachgehen und nach den philosophisch-religiösen Gehalten dieses vielleicht rätselhaftesten und unkonventionellsten Werkes Richard Wagners suchen.

 

Richard Wagner hat »Tristan und Isolde« nicht Oper oder Drama genannt – die Genrebezeichnung »Musikdrama« kam ohnehin nicht in Frage, für dieses Wortungeheuer hatte er nur Hohn und Spott übrig –, sondern wählte den paradox anmutenden Untertitel »Handlung« für das Stück, das unter allen seinen Werken das handlungsärmste zu sein scheint. Eine nähere Untersuchung des Gegenstandes zeigt freilich, dass dieser Eindruck ein oberflächlicher ist, der sich sehr schnell verliert, wenn man die gedanklichen Vorgänge, die geschildert werden, näher ins Auge fasst.

 

Das Seminar soll eben dies leisten: Anhand des zweiten Akts mit dem langen Gespräch der beiden Haupthelden des Werkes, indem sie zwar physisch auf der Stelle verharren und kaum äußere Aktion wahrnehmbar ist, in dem aber geistig eine gewaltige Wegstrecke zurückgelegt wird, indem sich das Liebesgespräch zu einer Diskussion weitet, in der es um nicht weniger als das Leben und das Glück jedes Menschen und der gesamten Menschheit geht. Um diesen Gedankengängen auf die Spur zu kommen, werden im Seminar gewisse Werkzeuge des buddhistischen Denkens zur Anwendung gebracht werden. Das Ziel ist dabei nicht, das Werk als ein buddhistisches zu deuten, was schon deshalb kaum möglich wäre, weil Wagners Kenntnisse dieser Religion nur rudimentär waren. Dennoch sind einige Elemente der religiösen Basis (die Vier Edlen Wahrheiten) und der entwickelten Scholastik (Madhamaka) geeignet, die Gedankengänge transparent werden zu lassen.

 

Dabei soll sich die Analyse aber in erster Linie auf Wagners Komposition und die dramaturgische Funktion der musikalischen Phänomene und Strukturen konzentrieren. Über die Beschäftigung mit diesem konkreten Stück hinaus sollen Aufschlüsse darüber vermittelt werde, wie Musik und Theater zusammenwirken und wie das Kunstwerk Oper grundsätzlich strukturiert ist.

 

Voraussetzungen
Die Teilnehmer sollten eine allgemeine Kenntnis des Werkes haben, das heißt, dass die Handlung und die wichtigsten Drehpunkte bekannt sein sollten. Dabei ist eine detaillierte Kenntnis der Musik, der sogenannten »Leitmotive« und der musikalischen Zusammenhänge nicht erforderlich. Musikgeschichtliches Wissen, die Fähigkeit zum Partiturlesen, Kenntnisse in Harmonielehre und in den Techniken der musikalischen Analyse sind nicht erforderlich. Wir werden den zweiten Akt des Werkes gemeinsam Takt für Takt hören und Wort für Wort lesen und die Analyse so durchführen, dass sie für interessierte Laien problemlos nachvollziehbar und dennoch für alle Beteiligten ergiebig ist. Alle Teilnehmer sollten einen Klavierauszug (oder auch eine Partitur) oder zumindest ein Textbuch zur Hand haben, weitere Literatur wird nicht benötigt.

 

Zusätzlich bieten wir ein Rahmenprogramm für die auswärtigen Gäste an: exklusive Führung durch das Ulmer Münster und dessen Südturm und gemeinsames Abendessen.

 

 

11. - 13. Oktober

Karlsruhe

 

7. Internationaler Gesangswettbewerb für Wagnerstimmen

 

Wir reisen dort gemeinsam hin. Anmeldungen ab sofort möglich. Informationen bzgl. der Ausschreibung finden Sie auf den Webseiten des RWV Karlsruhe:

http://www.rwv-karlsruhe.de/gwettbewerb2012/index.htm

 

Samstag, 17. November

vh Ulm - Club Orange - 15 h

 

Thomas Mann: "Walsungenblut"

Lesung mit Bernd Weltin

 

Ein Skandal! Bereits vor der Veröffentlichung der Novelle, die es ohne die "Walküre" nie gegeben hätte. Ein Klassiker, bis heute mit einem verruchten Image belastet; gelesen vom Ulmer Bernd Weltin.

 

Samstag, 8. Dezember

vh Ulm - Club Orange - 11h

 

Adventsmatinee

mit den Stipendiaten

 

Musikalisch gestaltet von unsere Stipendiaten Juliana Koch (Oboe) und Alexander Kiechle (Bass). Danach gemütliches Beisammensein bei Häppchen, Wein, Kaffee, Tee usw.

 

 

 

Richard-Wagner-Verband Ulm/Neu-Ulm e.V.

Ulmer Str. 5 a · 89275 Elchingen

Telefon: (07 31) 26 88 33 · Telefax: (07 31) 26 88 51
E-Mail: info@rwv-ulm.de oder ra@kanzlei-lachenmann.de

 



21. April 2012
Ulm, vh Ulm, Club Orange, 15 h

"Das Liebesverbot oder die Novize von Palermo" - Vortrag von Roland Bauer

Das Frühwerk Wagners beschäftigt sich mit dem Thema Liebe, die zumindest für Macht- und Besitz-Strebende verboten ist, ein Thema, das Wagner in seinen späteren Opern immer wieder aufgreifen wird. Entdecken Sie viele weitere Themen des späteren Wagner in einer völlig ungewohnten, ja einmaligen künstlerischen „Verpackung“, die diesem
Frühwerk seinen unwiderstehlichen Reiz geben.


Roland Bauer ist Referent am Kultusministerium in Stuttgart und hält seit vielen Jahren Einführungen in das Werk Richard Wagners, z. B. im Kunstmuseum Bayreuth anlässlich der Bayreuther Festspiele.