Unsere Stipendiatin 2016: Sandra Reineboth



Die Sopranistin Sandra Reineboth entdeckte ihre Vorliebe für die Musik erst im Jugendalter. Mit 16 begann sie in mehreren Gesangsgruppen- und chören mitzuwirken. Dies ermöglichte ihr, verschiedene Stilrichtungen auszuprobieren, um sich schließlich ganz dem Kunstgesang zu widmen. 2006 bis 2008 führte ihr Weg die gebürtige Weimarerin in die USA, wo sie am Richland Collge in Dallas bei Kay Austin Gesang studierte. 2009 setzte sie ihr Studium an der staatlichen Hochschule für Musik Trossingen bei Professorin Monika Moldenhauer fort und schloss ihr Diplom als Musiklehrerin mit Hauptfach Gesang 2013 mit sehr gutem Ergebnis ab. Ab 2013 folgte zudem ein Maststudium mit dem Schwerpunkt Lied/Oratorium, welches sie im Juli 2015 ebenfalls mit sehr gutem Endergebnis abschloß.


Sandra Reineboth wirkt bei zahlreichen geistlichen Konzerten mit. So war sie unter anderem als Solistin bei Brahms „Ein deutsches Requiem“ und Mendelssohns „Elias“, sowie als Peri in Schumanns weltlichen Oratorium „Das Paradies und die Peri“ zu hören. Weitere Messen und geistliche Werke zum Beispiel von Mozart, Schubert, Vivaldi, Charpentier und de Haan unterstreichen ihr Wirken als Solistin. Des Weiteren nimmt die musikalisch-szenische Arbeit einen wichtigen Stellenwert für sie ein. So konnte sie bei diversen Opernprojekten Erfahrungen sammeln, beispielsweise als Arminda in Mozarts „La finta giardiniera“, als Witwe in Hartmanns „Die Witwe von Ephesus“ und als Mutter in Humperdincks „Hänsel und Gretel“. Im Juli war sie zudem als Susanna in Mozarts „Le nozze di Figaro“, unter anderem in einem Gastspiel am Opernhaus Mannheim zu sehen und zu hören.

 

Im Liedgesang konzentriert sie sich neben den deutschen und französischen Komponisten der Romantik zur Zeit vor allem auf Werke der Moderne. So zählen zum Beispiel die „Hermit Songs“ von Samuel Barber, die Brettl-Lieder von Arnold Schönberg und die „Walzer Gesänge“ von Alexander Zemlinsky, sowie Lieder von Viktor Ullmann, Paul Hindemith und Hanns Eisler zu ihrem Repertoire. Auch im Bereich der neuen Musik zeigt sie reges Interesse und erarbeitete unter anderem die „Aria“ von John Cage und die „Sequenza III“ Luciano Berios. Neben ihrem Schaffen als Sängerin ist Sandra Reineboth seit 2012 des Weiteren als freie, sowie feste Gesangslehrerin an verschiedenen Musikschulen tätig und arbeitet des Öfteren auch als Stimmbildnerin mit diversen Chören zusammen.