Rückblick 2015

 

 

Samstag, 21. Februar 2015, 15 h

vh Ulm, Club Orange

 

Vorstellung der Stipendiaten 2015

 

Zur Erinnerung an wunderbare Darbietungen und spannende Interviews mit den Künstlern:

Von links nach rechts: Janis Pfeifer, Marcus McLaren, Anne Funck Hansen, Don Lee, Viola Lachenmann

 

Janis Pfeifer spielte aus der Sonate in f-moll Op. 57 von L. v. Beethoven den 1. Satz und das Intermezzo in A-Dur, Op. 118 Nr. 2 von Brahms.

 

Anne Funck Hansen sang Auszüge aus der Walküre (Sieglinde) und Wagners Vorstudie zum 2. Akt von Tristan und Isolde "Träume".

 

Don Lee sang unter anderem aus Wagners Götterdämmerung Auszüge der Hagen-Partie und den Sarastro aus der Zauberflöte.

 

Unser Verband bedankt sich besonders bei Herrn Marcus McLaren für die Begleitung am Flügel.

25. und  26. April 2015

Nürnberg

 

Reise nach Nürnberg mit Besuch des Siegfried


Wir waren über das vergangene Wochenende eine Gruppe von 15 Wagner-Freaks, die Nürnberg und den "Siegfried" besuchten. Es war fantastisch! Wir bestaunten das Reichsparteitagsgelände und das Dokumentationszentrum in einer 2stündigen interessanten Führung und den absoluten Größenwahnsinn Hitlers und seines Regimes, unglaublich, was eine perfekte Insenzierung bewirken kann - wissen wir ja von der Oper.

Nach einer Stärkung mit Kaffee und Kuchen oder ein paar Würstchen ging es dann  weiter mit der Stadtführung auf den Spuren der Meistersinger und Handwerker. Wussten sie, dass die Katharinenkirche gar nicht der authentische Ort für den Beginn der Meistersinger sein kann? Wussten Sie, dass die richtigen Meister, die in Richards Meistersinger geschildert werden, ganz andere Berufe hatten??? Die spannende Führung endete nach 2 Stunden am Denkmal von Hans Sachs.

Der Abend klang sehr fröhlich aus, bier- und wurstselig sanken wir in unsere Betten. Am Sonntag Vormittag konnte jeder selbst durch das wunderbare Germanische Nationalmuseum schlendern, dann gab es Mittagessen, drei mal dürfen Sie raten, was wir gegessen haben, genau: wieder Würstchen, (aber ich muss sagen, die fränkischen Werschd in der Fränkischen Schweiz schmecken mir besser).


Pünktlich um 14 h wurden wir vor dem Opernhaus erwartet und wurden zuerst auf die Bühne geführt, auf der gerade der 1. Akt des Siegfried aufgebaut wurde - diese ließ schon Gutes erahnen! Wir bestaunten einen kleinen Teil des Kostümfundus, waren in der Schneiderei und bei den Maskenbildnern.

Bevor der Höhepunkt der Reise begann, nämlich ein wirklich fantastischer Siegfried, konnten wir uns noch etwas erholen. Die Überraschung: Als Erda sang als Einspringer Rita Kapfhammer!! Wir bejubelten sie natürlich besonders! Von mir nur so viel: Wenn es möglich ist, fahren Sie nach Nürnberg und schauen Sie sich den kurzweiligen Siegfried an - ein Muss für jeden Wagnerliebhaber, liebevoll als Kommödie inszeniert, fantastische Sänger - mit Einschränkungen bzgl. Brünnhilde.

Unser Bus holte uns pünktlich am Hotel ab, um ca. 1 h waren wir glücklich, voller neue Eindrücke wieder in Ulm.

 

Viola Lachenmann, 1. Vorsitzende

 

 

 



Samstag, 13. Juni 2015

vh Ulm, Club Orange, 16 h

 

Vortrag und Gespräch mit Patrick Seibert, Dramaturg des Castorf Rings in Bayreuth


Wir verweisen auf den am 16.06.2015 von Herrn Kanold in der SWP veröffentlichten Artikel zu Herrn Seiberts Vortrag.

 

http://m.swp.de/ulm/lokales/ulm_neu_ulm/Traeume-der-DDR-Buerger;art4329,3272531

 

 


Sonntag, 12. Juli 2015

Gänsackerweg 119, Elchingen-Thalfingen - ab 11 h

 

Sommerfest mit Bass Don Lee

 

Don Lee, Viola Lachenmann

 

Georg Vallant, Don Lee

 

 

Musikalisches Programm:

 

1) Händel - Ombra mai fu (Xerxes)

2) Schubert - Der Wanderer (Schmidt v. Lübeck)

3) Schubert - Lied eines Schiffers an die Dioskuren (Mayrhofer)

4) Schumann - Du bist wie eine Blume (H. Heine)

5) Tosti - Sogno / Melodia 1886

6) C.A. Bixio - Parlami d'amore Mariu

7) R. Strauss - Breit' über mein Haupt, op. 19/2

8) R. Strauss - Morgen! "Und morgen wird die Sonne wieder scheinen", op. 27/1

9) M. Head - There's many will love a maid

10) Schubert - An die Musik (Franz v. Schober)

 

Bass:

Don Lee

 

Klavierbegleitung:

Georg Vallant

 

 


Juli/August 2015

 

Bayreuth as it's best ...


von Viola Lachenmann, 1. Vorsitzende

 

.... dem Kommentartor von BR-Klassik zur  Götterdämmerung kann ich nur beipflichten!

 

Unser Ehrenmitglied Stefan Vinke war als „Siegfried“ überragend – wir gratulieren ihm auch an dieser Stelle noch einmal zu seinem riesen Erfolg – was wir natürlich während des Rings schon ausführlich getan haben.

 

Aber nicht nur Stefan Vinke, auch alle anderen Mitwirkenden (Andreas Conrad als Mime, Stephen Milling als Hagen, Katharina Forster als Brünnhilde –um nur einige zu nennen – insbesondere auch das Orchester – haben Großartiges geleistet. Darin schließe ich ausdrücklich auch das Regieteam mit ein. Wir waren deshalb wirklich entsetzt, mit welcher Vehemenz Frank Castorf und sein Team (immer noch – aber mal sehen wie lange noch!) zum Teil (!) ausbuht wurden. Dabei sind die Bühnenbilder von Aleksandar Denic in ihrem Ideenreichtum und ihrer Monumentalität nicht zu überbieten (er wurde von der Zeitschrift Opernwelt wegen dieser herausragenden Bühnenbilder im Jahr 2013 zum „Bühnenbilder des Jahres gewählt!), Patrick Seibert, der Regieassistent (am  13. Juli 15  beim unserem Verband zum Vortrag!) war als Schauspieler großartig. Wir danken ihm noch einmal sehr, dass wir kurz vor der Vorstellung des Rheingold mit ihm auf die Bühne durften und uns davon überzeugen konnten, dass das Golden Motel an der Route 66 bis ins kleinste Detail liebevoll aufgebaut war. Das Konzept von Frank Castorf ist wohl durchdacht. Je öfter man die Produktion mit offenen Augen sehen darf und sie nicht von vornherein ablehnt, weil man andere Produktionen, die angeblich viel besser waren, im Auge hat, desto mehr fallen Kleinigkeiten ins Auge, die einem Neues erschließen. Ich bin überzeugt, dass Richard Wagner von dieser Produktion beigeistert wäre – denn sie hat zu allem auch noch viel Humor.

 

Aber von Beginn, es gibt ja nicht „nur“ den Ring. Alle Augen und Ohren waren natürlich gespannt auf die Neuinszenierung von Katharina Wagners „Tristan und Isolde“ gerichtet. Uns hat sie nur bedingt gefallen bei der Premiere, so richtig gepackt hat mich es nicht. Erst im 3. Aufzug kam ich etwas in Stimmung, wenn ich es etwas lapidar sagen darf. Matthias hat einen Bericht über seine Eindrücke geschrieben, ich darf Sie also auf Bericht verweisen, den Sie hier lesen können: http://www.lawchenmann.de/opernkritik-bayreuth-2015-tristan-und-isolde/. Bis auf die Einschätzung des Dirigats von Christian Thielemann, das mir gefallen hat, unterstreiche ich seine Kritik. Es war eine gefällige Inszenierung, die niemanden weh tut. Ein bisschen habe ich die Befürchtung, dass es in Bayreuth zukünftig  gefällige Inszenierungen geben wird, was z. B. die Verpflichtung von Uwe  Eric Laufenberg für den Parsifal im nächsten Jahr befürchten lässt. Kommt dann auch noch – wie vorgesehen – Anna Nebtrebko auf den Hügel – dann strömen die Scharen, die sich für die Sopranistin interessieren und nicht vorwiegend für Wagners Werk. Dann wird sich das Publikum verändern und die Festspiele beliebig werden wie Hunderte andere. Oder was meinen Sie? Hoffen lässt die Verpflichtung von Barry Kosky für die Meistersinger 2017 und vor allem Tobias Kratzer für den Tannhäuser 2019 – seine Meistersinger in Karlsruhe haben uns mehr als überzeugt. Wir werden sehen, hoffen wir, dass sich meine Befürchtungen nicht bewahrheiten und „nur“ etwas Ruhe auf dem Skandal geplagten Hügel einkehren soll.

 

Bei dem an die Premiere anschließenden Staatsempfang im Neuen Schloss labten wir uns an gutem Speis und Trank und freuten uns, Sabine und Stefan Vinke zu treffen und Andreas Conrad (den Sänger des Mime) näher kennen zu lernen.

 

Am nächsten Tag konnten wir um 11 h der Einweihung des neuen Hauses Wahnfried beiwohnen. In großer Hitze (es waren Sonnenschirme für alle bereit gelegt) saßen wir auf der aufgestellten Tribüne vor dem Denkmal von König Ludwig II. und hörten den Reden der Oberbürgermeisterin, Merk-Erbe und der Staatsministerin für Kultur, Frau Prof. Grütters u. a.  zu. Eingerahmt wurde die Veranstaltung von vier Hornisten des Bayreuther Festspielorchesters. Die schlaue Festrede von Nike Wagner war etwas Besonderes: Sie bedauerte, dass ihr ehemaliges Zuhause nunmehr ein Museum sei und konnte sich natürlich nicht verkneifen, ihre Hiebe an die jetzige Museums- und Festspielleitung auszuteilen. Danach gab es im neu gestalteten Park leckere Speisen und Getränke, alle Räume konnten besichtigt werden. Sehr schön fand ich, dass die Veranstaltung nicht nur für geladene Gäste konzipiert war, sondern alle (Bayreuther) Bürger teilnehmen konnten. Der neue Museumsbau ist sehr gut gelungen und passt sich in den Park ein, derzeit ist die Originalpartitur des Tristan zu sehen! Im ehemaligen Siegfried Wagner Haus ist die Verstrickung der Familie Wagner in die Nazi-Herrschaft zu erleben.

 

Der RWV Ulm/Neu-Ulm wird im nächsten Frühjahr eine Wochenendreise nach Bayreuth anbieten mit einem Besuch des Museums – natürlich mit einer Führung.

 

Danach begann die Zeit geradezu zu rasen – kaum hatte der Ring angefangen, war er auch schon wieder zu Ende – und kaum war er zu Ende – kamen unsere Stipendiaten (leider war Janis Pfeifer kurzfristig erkrankt). Wir holten Anne Funk Hansen und Don Lee in der Stadthalle ab und luden sie zu einem Abendessen in unseren Lieblingsbiergarten „Gasthof Herold“ in Büchenbach in die Fränkische Schweiz ein.

 

Beim offiziellen Empfang der Stipendiaten am nächsten Morgen im Garten der Wallhall Lounge oberhalb des Festspielhauses, dem auch einige ehemalige Stipendiaten, z. B. Stefan und Sabine Vinke, Andreas Hörl (Fafner) beiwohnten, wurden die ersten Kontakte geknüpft. Auch die daran anschließende Besichtigung des Festspielhauses ließen wir uns natürlich nicht entgehen, bevor dann um 16 h Lohengrin begann mit Klaus Florian Vogt und einer hervorragenden Annette Dasch in den Hauptrollen. Leider sahen wir die Produktion zum letzten Mal, die Ratten werden Bayreuth nach dieser Spielzeit (zum Großen Bedauern fast aller) verlassen. Die Begeisterung im Festspielhaus kannte am Ende der Vorstellung keine Grenzen! Klaus Florian Vogt wird im nächsten Jahr den Parsifal singen und 2017 Walther von Stolzing.

 

Die Stipendiaten konnten noch den Siegfried und den Tristan sehen. Als besonderes Highlight duften sie nach dem „Siegfried“ wieder mit Kirill Petrenko zusammen treffen, was sie überaus begeisterte.

 

Aufregend wurde es dann zum öffentlichen Stipendiatenabend in der Stadthalle am 6. August , denn „unser“ Don Lee war ausgewählt worden, als einer von 17 aus 250 vor großem Publikum zu singen – und nicht nur seinen vorbereiteten „Hagen“ (Hier sitz ich zur Wacht) singen, sondern im ersten Teil gleich einspringen durfte im Terzett „Soave sia il vento“ aus „cosi fan tutte.“ Don Lee wurde mit rasenden Applaus und Bravo-Rufen belohnt, Stefan Vinke lobte ihm beim anschließenden Stipendiatenabend sehr und gab ihm noch Tipps. Es wurden Stimmen laut wie: „Ein junger Karl Riddersbusch“. Anne Funk Hansen wagte es, beim Stipendiatenabend als erste auf die Bühne zu gehen und landete einen großen Erfolg.

 

Die Stipendiaten reisten zu ihrem Bedauern wieder ab und oh weh, dann waren zwei Wochen Bayreuth fast wieder zu Ende – wir schafften gerade noch einmal einen Besuch in der Fränkischen Schweiz, die uns Jahr um Jahr wieder begeistert.

 

Unser Resümee? Wunderbar wie immer! Am 25. Juli 2016 beginnen die nächsten Festspiele – nichts wie hin, so lange Sie diese wunderbare Ring-Produktion noch hören und sehen können. Auch wenn Kirill Petrenko den Hügel verlassen wird, Mark Janovski ist anerkannter Wagner Spezialist und ein würdiger Nachfolger.

 

Mein Tipp: Karten für die Festspiele 2016 können bereits bestellt werden – nicht versäumen! Ich kann Ihnen versichern: Die Vorstellungen waren ausverkauft – es suchten wie in jedem Jahr viele vergeblich noch Karten – auch in diesem Jahr hieß es für viele: „Zwangvolle Plage! Müh ohne Zweck!“

 

Viola Lachenmann

1. Vorsitzende

 

 

 

8.-11. Oktober 2015

Riga

 

Reise in die Wagner-Stadt Riga von 8. – 11. Oktober 2015

 

Richard-Wagner-Verband Ulm/Neu-Ulm e. V. mit Burmann Agentur on tour

 

Früh mussten 19 Wagner Freunde aufstehen, als wir uns am 8. Oktober 2015 auf in die lettische Hauptstadt Riga mit ihren rund einer halben Million Einwohnern machten. Die Müdigkeit war aber vergessen als wir am Flughafen von unserer Führerin Ingrid mit dem Bus abgeholt und durch die Vorstadt mit den hübschen Holzhäusern zu unserem Hotel gebracht wurden. Nach einer Stunde ging es dann auf einen langen Fußmarsch, vorbei an den berühmten Märkten, zur Jugendstilgegend. Der Jugendstil ist in Riga weit verbreitet und trägt vor allem den Namen von Michael Eisenstein, dem Sohn des berühmten Filmregisseurs.

 

Zum Aufwärmen (es war rund 10 Grad kühler als in Deutschland) kam uns das hübsche Museum des Rigaer Jugendstilzentrums, das 1903 vom lettischen Architekten Konstantin Peksens als eigenes Mietshaus gebaut wurde, gerade recht. Eine sehr nette Dame führte uns in einem Jugendstilkostüm durch die überaus hübsch dekorierten Räume und erklärte uns im Detail die Bemalung der Wände und Decken, die Glasmalereien, die hübschen Küchenfliesen bis zu den Kunstwerken, dem Geschirr und den Uhren. Die Führung entzückte uns geradezu. Das Museum ist noch im Aufbau und soll in den nächsten Jahren erweitert werden.

 

Danach ging es weiter durch die Straßen mit wunderschönen Jugendstilhäusern, Ingrid machte uns auf alle Schönheiten aufmerksam. Aber wir froren, es war so kalt und wir waren müde – deshalb wurde unser bereits bestelltes Abendessen im Steak-Haus um 1 Stunde vorverlegt. Wir konnten uns bei einem hervorragenden 3-Gänge-Menue gut aufwärmen. Dann ging es für die meisten ab ins Bett – denn am nächsten Tag erwartete uns wieder ein langer Spaziergang durch die Altstadt Rigas.

 

Ingrid holte uns um 9.30 h im Hotel ab. Unser erstes Ziel waren die berühmten Märkte in den Zeppelin-Hallen, weiter ging es zur Altstadt durch die hübschen verwinkelten Gassen. Natürlich kamen wir in die „Riharda Vagnera iela“, in der sich das Theater befindet, in dem Richard Wagner seine Stelle als Kapellmeister hatte. Es ist leider geschlossen und derzeit nicht einmal zu besichtigen, es soll aber wieder aufgebaut werden. In unserer sich daran anschließenden freien Zeit saßen wir in gemütlichen Cafés, gingen Shopping oder in ein Museum, bevor wir um 16.30 h unsere nächste gemeinsame Mahlzeit in unserem Hotel einnahmen und uns zur Oper aufmachten, um das Ballett „La Bayadére“ zu sehen und zu hören. Die Tänzer und die Musik waren große Klasse, allerdings war die Choreografie nach Auffassung einiger schon etwas in die Jahre gekommen.

 

Nach dem Ballett hatten einige von uns in einer Brauereigaststätte einen fröhlichen Ausklang des Tages.

 

Samstag war Wagnertag! Ingrid holte uns wieder im Hotel ab, wir gingen gemeinsam zur Oper, in der uns der Marketingchef und Dramaturg – und erkennender Wagnerfan! – begrüßte. Wir konnten im hell erleuchteten Zuschauerraum sehen wie die Bühnenbilder des „Nabucco“, den wir am Abend sehen würden, aufgebaut wurden und lauschten der Geschichte des Hauses.

 

Danach gab es einen sehr interessanten Dia-Vortrag über Wagner in Riga. Wagner war vor seinen Gläubigern nach Riga geflohen und arbeitete als Kapellmeister von 1837 bis 1839, bis er wegen seiner alten Schulden wieder fliehen musste über London nach Paris über das Meer. Die stürmische Überfahrt nach London, in der er um sein Leben fürchtete, inspirierte ihn zu seinem „Fliegenden Holländer“.  In Riga komponierte Wagner Teile des Rienzi und dirigierte an anderen Orten Lettlands. Beendet wurde der spannende Vortrag mit lustigen Ausschnitten aus dem ersten Stummfilm über Wagner.

 

Daran anschließend wurden wir von Ingrid in den Dom von Riga geführt mit seinem sehr großen Kreuzgang und der berühmten „Walker Orgel“, auf der wir ein 30minütiges Orgelkonzert erlebten.

 

Einige von uns hatten das Glück, in der sich daran anschließenden freien Zeit im Café „Rienzi“, im früheren 1. Wohnhaus Wagners, leckeren Kuchen und den berühmten Kräuterschnaps „Balsam“ Rigas zu kosten und konnten sehen, wie die Glocken des Doms, die zurzeit wegen Renovierung abgenommen worden waren, mit einem riesigen Kran wieder auf den Turm gezogen wurden.

 

Abends dann  Nabucco – gute Sänger, gute Musik – aber die (Nicht)inszenierung gefiel einigen von uns nicht besonders – andere waren begeistert. Wer also noch klassisches Rampentheater in schönen Kostümen und einem üppigen Bühnenbild bevorzugt, der sollte sich nach Riga in die Oper begeben!

 

Nach der Oper wieder fröhlicher Ausklang in einigen Restaurants.

 

Am Sonntag mussten wir das vor 800 Jahren von einem deutschen Bischof gegründete Riga leider schon wieder verlassen. Die zu einer modernen europäischen Metropole gewordene Stadt hat uns sehr begeistert. Die polnischen, schwedischen und russischen Einflüsse sind noch deutlich spürbar.

 

Bevor wir zum Flughafen gefahren wurden, konnten wir durch noch – über die schöne Hafenstadt Jurmala – an der Ostsee bei herrlichem Sonnenschein spazieren gehen.

 

Unser Dank geht an Pfarrer Burmann für die gute Organisation der Reise, die alle begeistert hat.

 

Riga

 

Riga

 

Riga

 

 

 

 

 

 

Samstag, 24. Oktober 2015, 16:00 h

vh Ulm, Club Orange

 

"DER WAGNER DES LIEDS" - HUGO WOLF (1860-1903) Vortrag und Konzert

 

 

Der Verband bedankt sich bei

Dr. Margret Jestremski, Würzburg (Musikwissenschaftlerin und Verfasserin des Hugo-Wolf-Werkverzeichnisses)

und dem Liedduo

Andreas Beinhauer (Bariton),
Anna Graczykowska (Flügel).

 

Samstag, 5. Dezember 2015
VH Ulm, Club Orange, 12:00 h

 

Musik im Advent


Gestaltet von den Stipendiaten Anne Funck Hansen (Sopran), Don Lee (Bass) und Janis Pfeifer (Pianist).
Klavierbegleitung und Solostücke: Marcus McLaren.
Moderation: Dr. Georg Vallant, 2. Vorsitzender
Fotoeindrücke folgen.