Rückblick 2019

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Augsburger Puppenkiste "Ring des Nibelungen"
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Wagnerfreunde auf Entdeckungstour in der Augsburger Puppenkiste mit Besuch des „Ring des Nibelungen“ am Ostersamstag, 20.  April 2019

 

Der Beginn unseres wunderbaren sonnigen Tages war etwas anstrengend, unser Zug war voller Fußballfans, die in Augsburg später die 0/6 Niederlage des VFB Stuttgart gegen den FC Augsburg erleben mussten. Aber wir kamen wohlbehalten an, tranken unseren Begrüßungssekt auf dem Bahnhof und zogen dann mit unserem Mitglied Wolfgang Haas, der sich als kompetenter Führer durch Augsburg erwies, zum Mittagessen im wunderbaren Biergarten der „Drei Königinnen“. Nach der Stärkung staunten wir über die Fuggerei, um uns vor dem Besuch der Puppenkiste noch in einem schönen Kaffeehaus zu stärken.

 

Die Augsburger Puppenkiste – ich musste fast 65 Jahre alt werden, um dieses wunderbare Puppentheater „live“ zu erleben. Jeder kennt die Puppenkiste aus dem Fernsehen. Kater Mickesch, Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer, Urmel aus dem Eis und viele andere wunderbare Puppen zogen in ihren Kulissen an unseren Augen vorbei. Unsere überaus engagierte Führerin erzählte uns die Geschichte der Puppenkiste, zeigte uns das Entstehen der wertvollen Puppen (es benötigt 50-60 Stunden, bis eine Puppe fertig ist) und ließ uns einige Marionetten an den Schnüren führen – ganz schön schwierig! Wir hatten großen Spaß. Sie zeigte uns mit enormer Geduld an jedem Fenster die Puppen, die früher im TV auftraten, sie werden nicht mehr bespielt. Wir staunten über ihr Wissen und ließen uns die Märchen erzählen, allein die vielen lustigen Namen machten Freude. Wir fühlten uns in unsere Kindheit zurück versetzt.

 

Bevor der „Ring“ begann, stärkten wir uns mit einem kühlen bayerischen Bier – nicht wenige kauften im Shop DVDs oder ein Büchlein.

 

Dann ging es los, die Spannung wuchs, als endlich die Kiste geöffnet wurde. Um es kurz zu machen – der  „Ring“ in 2 Stunden (mit 1 Pause) war überwältigend! Wir staunten über die speziell für diese Produktion zum 70jährigen Bestehen der Puppenkiste  geschaffenen Puppen, die von insgesamt 6 Puppenspielern geführt wurden. Die entzückenden Rheintöchter im blauen Rhein, die wahrlich riesigen Riesen, Wotan und Fricka erinnerten sehr an Simpson Figuren. Besonders begeistert haben uns Grane, Brünnhildes Pferd und die Waldvögelein, nicht zu vergessen: Hugin und Munin, die beiden Raben Wotans. Begeisternd war auch Zauberwelt der vielen verschiedenen Kulissen. Die Zeit verflog im Nu und wir standen glücklich wieder vor der Türe – an einem noch herrlich warmen Aprilabend.

 

Erfüllt mit vielen neuen Eindrücken und glücklich kamen wir (ohne Fußballfans im Zug) wieder in Ulm an. Vielen Dank an Wolfgang Haas für das Besorgen der Karten, die exzellente Vorbereitung und Führung in Augsburg.

 

 

Bilder

 

 

 

 

 

 

 

 

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Hans-Jürgen Schatz, Berlin, liest die Novelle von Thomas Mann
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Wir sind sehr glücklich, dass es uns gelungen ist, den aus Film und Fernsehen bekannten Schauspieler und Rezitator Hans-Jürgen Schatz aus Berlin zu gewinnen, zu uns nach Ulm zu kommen.

Freuen Sie sich mit uns über eine wunderbare Lesung der bekannten Novelle von Thomas Mann. Eine Sternstunde für Literatur- und Wagnerfreunde!

 

Die junge, zarte Frau eines ordinär derben, wohlhabenden Kaufmanns kommt, eines scheinbar geringfügigen Luftröhrenschadens wegen, den ihr die Geburt ihres fabelhaft gesunden kleinen Anton eintrug, in das erlesene Sanatorium "Einfried". Frau Klöterjahn, so heißt die schöne junge Mutter, befreundet sich dort mit einem Poeten namens Detlev Spinell. Während die übrigen Sanatoriumsgäste eine Schlittenfahrt unternehmen, bleiben die beiden allein und vertiefen sich in den Klavierauszug von Wagners "Tristan und Isolde"... Joachim Kaiser nennt Manns "Tristan" ein Meisterstück ironischer, geistvoller, huldigender Prosa, in dem kein schwacher Augenblick vorkommt, keine Länge, keine Entgleisung. Ein großes Vergnügen für alle, die Freunde von Thomas Manns früher Prosa sind oder es werden wollen.

 

 

Hans Jürgen Schatz

 

Foto: Nico Stank ©

 

Hans Jürgen Schatz debütierte mit der Hauptrolle in dem Spielfilm „Flamme empor“. Seither wirkte er in zahlreichen Theaterinszenierungen sowie Kinound Fernsehfilmen mit, darunter „Heimat“, „Der Fahnder“ und „Salto Postale“. Einen exzellenten Ruf als Rezitator erwarb er sich mit Texten von Erich Kästner, Jean Paul und Thomas Mann. Vielfach arbeitet er im Bereich der klassischen Musik, die ihn u.a. mit dem Klavierduo Katia und Marielle Labèque, der Cembalistin Hedwig Bilgram, den Sängern Michaela Kaune, Claudia Barainsky, Daniel Behle, Thilo Dahlmann, Andreas Schmidt, Peter Schreier und Roman Trekel sowie den Dirigenten Andrey Boreyko, Jeffrey Tate und Christian Thielemann zusammengeführt hat. Seine Interpretation von L.F. Baums „Der Zauberer von Oos“ und die Einspielung der musikalischen Erzählung „Paddington Bärs erstes Konzert“ (mit Symphoniker Hamburg) wurden mit dem „Preis der deutschen Schallplattenkritik“ u.a. ausgezeichnet. Für sein vielfältiges gesellschaftliches Engagement wurde Hans-Jürgen Schatz mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt. www.hans-juergen-schatz.de

 

Bilder