2012

Rückblick 2012

04 - 05. Mai 2012
Frankfurt

"Das Liebesverbot oder die Novize von Palermo" - Opernreise in die alte Oper Frankfurt

Wir fuhren gemeinsam nach Frankfurt um dort eine konzertante Aufführung des Liebesverbotes der Frankfurter Oper unter GMD Sebastian Weigle zu genießen. Nach der großartigen Aufführung der "Feen" vor einem Jahr erwraten wir auch hier ein neues Highlight. Zusätzlich bieten wir ein spannendes weiteres Programm an: Museumsbesuche ebenso wie gute Restaurants.

Das Frühwerk Wagners beschäftigt sich mit dem Thema Liebe, die zumindest für Macht- und Besitz-Strebende verboten ist, ein Thema, das Wagner in seinen späteren Opern immer wieder aufgreifen wird. Entdecken Sie viele weitere Themen des späteren Wagner in einer völlig ungewohnten, ja einmaligen künstlerischen „Verpackung“, die diesem Frühwerk seinen unwiderstehlichen Reiz geben.

Lesen Sie hier einen Bericht von Frau Sturm-Birzele und Frau Lachenmann (PDF)

 

15. bis 18. Juni 2012

Berlin

 

Reise nach Berlin

 

Wir besuchten über ein verlängertes Wochenende Berlin mit einem ausfüllendem Kulturprogramm. Höhepunkte waren der Besuch des Pergamon-Museums sowie die Aufführung der "Meistersinger von Nürnberg" an der Komischen Oper Berlin.

 

Lesen Sie hier den Reisebericht von Frau Viola Lachenmann (als PDF)

 

 

14. August 2012

Elchingen

 

Sommerfest

 

Unser fast schon traditionelles Sommerfest fand bei - größtenteils - schönem Wetter wieder im Garten statt. Bei fränkischem Bier und Bratwürsten war es wieder ein sehr gemütlicher Tag rund um Wagner und Kunst.

 

Lesen Sie hier einen ausführlichen Bericht von Frau Viola Lachenmann (PDF)

 

 

25. Juli bis 12. August

Bayreuth

 

Wagner-Festspiele in Bayreuth

 

Alle Jahre wieder der Höhepunkt des Jahres! Viele tolle Aufführungen und Gespräche mit dem Thema Wagner erfreuten uns auch dieses Jahr wieder in Bayreuth.

 

Lesen Sie hier einen ausführlichen Bericht von Frau Viola Lachenmann (PDF)

 

 

29. - 30. September 2012

Ulm, Einsteinhaus/Volkshochschule

 

Workshop zu "Tristan und Isolde" mit Werner Hintze

 

…das kannst du nie erfahren

Ist Richard Wagners Oper »Tristan und Isolde« – ein Stück über die Liebe?

 

Berichte unserer Mitglieder:

 

Lesen Sie hier einen Bericht unseres Mitgliedes Klaus Müller-Nübling (PDF)

 

Impressionen vom Workshop:

 

 

 

 

 

Beschreibung von Werner Hintze:

 

Zielstellung

Das Wochenendseminar soll der im Untertitel formulierten Frage nachgehen und nach den philosophisch-religiösen Gehalten dieses vielleicht rätselhaftesten und unkonventionellsten Werkes Richard Wagners suchen.

 

Richard Wagner hat »Tristan und Isolde« nicht Oper oder Drama genannt – die Genrebezeichnung »Musikdrama« kam ohnehin nicht in Frage, für dieses Wortungeheuer hatte er nur Hohn und Spott übrig –, sondern wählte den paradox anmutenden Untertitel »Handlung« für das Stück, das unter allen seinen Werken das handlungsärmste zu sein scheint. Eine nähere Untersuchung des Gegenstandes zeigt freilich, dass dieser Eindruck ein oberflächlicher ist, der sich sehr schnell verliert, wenn man die gedanklichen Vorgänge, die geschildert werden, näher ins Auge fasst.

 

Das Seminar soll eben dies leisten: Anhand des zweiten Akts mit dem langen Gespräch der beiden Haupthelden des Werkes, indem sie zwar physisch auf der Stelle verharren und kaum äußere Aktion wahrnehmbar ist, in dem aber geistig eine gewaltige Wegstrecke zurückgelegt wird, indem sich das Liebesgespräch zu einer Diskussion weitet, in der es um nicht weniger als das Leben und das Glück jedes Menschen und der gesamten Menschheit geht. Um diesen Gedankengängen auf die Spur zu kommen, werden im Seminar gewisse Werkzeuge des buddhistischen Denkens zur Anwendung gebracht werden. Das Ziel ist dabei nicht, das Werk als ein buddhistisches zu deuten, was schon deshalb kaum möglich wäre, weil Wagners Kenntnisse dieser Religion nur rudimentär waren. Dennoch sind einige Elemente der religiösen Basis (die Vier Edlen Wahrheiten) und der entwickelten Scholastik (Madhamaka) geeignet, die Gedankengänge transparent werden zu lassen.

 

Dabei soll sich die Analyse aber in erster Linie auf Wagners Komposition und die dramaturgische Funktion der musikalischen Phänomene und Strukturen konzentrieren. Über die Beschäftigung mit diesem konkreten Stück hinaus sollen Aufschlüsse darüber vermittelt werde, wie Musik und Theater zusammenwirken und wie das Kunstwerk Oper grundsätzlich strukturiert ist.

 

Voraussetzungen
Die Teilnehmer sollten eine allgemeine Kenntnis des Werkes haben, das heißt, dass die Handlung und die wichtigsten Drehpunkte bekannt sein sollten. Dabei ist eine detaillierte Kenntnis der Musik, der sogenannten »Leitmotive« und der musikalischen Zusammenhänge nicht erforderlich. Musikgeschichtliches Wissen, die Fähigkeit zum Partiturlesen, Kenntnisse in Harmonielehre und in den Techniken der musikalischen Analyse sind nicht erforderlich. Wir werden den zweiten Akt des Werkes gemeinsam Takt für Takt hören und Wort für Wort lesen und die Analyse so durchführen, dass sie für interessierte Laien problemlos nachvollziehbar und dennoch für alle Beteiligten ergiebig ist. Alle Teilnehmer sollten einen Klavierauszug (oder auch eine Partitur) oder zumindest ein Textbuch zur Hand haben, weitere Literatur wird nicht benötigt.