Sommerfest 2011

Wagner-Wiesen-Fest 2011

 

Ein Bericht von Viola Lachenmann


 

Der Blick aus dem Fenster am Morgen des 10. Juli, dem Tag unseres geplanten Sommerfestes, lässt nichts Gutes erwarten – Nebel, Feuchtigkeit, Kühle – schnell mache ich den Vorhang wieder zu – was machen wir nur, wenn das Wetter nicht mitspielt?

 

Dennoch – aufstehen, Grill bei meinen Nachbarn holen, Stoßgebete zum Himmel schicken, letzte Hand an die vorbereitete Tafel legen, Tische und Stühle im Garten aufstellen, und siehe da ... der Nebel lichtet sich, die Hoffnung wächst.

 

Da kommen schon die ersten Gäste, beladen mit Schüsseln, Platten, Kuchen, Salaten. Es wird eine reichhaltige Tafel, viel Leckeres gibt es zu Essen. Wir haben fränkisches Bier mitgebracht von unserem Tagesausflug nach Bayreuth und Büchenbach im Mai und bekommen von Frau Freund, der Geschäftsführerin der Firma Gold-Ochsen, eine Kiste leckeres Kellerbier spendiert, auch fränkische Würste legen wir auf den Grill.

 

Es wird ein schönes Fest. Bis zu 40 Mitglieder, Freunde und Interessierte kommen und feiern mit uns. Georg Vallant spielt uns die Klaviersonate op. 27,2 "Mondschein" von Beethoven vor, Pfarrer Ernst Burmann erfreut uns mit Gedichten von Goethe und Heine. Wir hören unter anderem Lynkeus den Türmer aus Faust II:

 

Zum Sehen geboren,
Zum Schauen bestellt,
Dem Turme geschworen,
Gefällt mir die Welt.
Ich blick’ in die Ferne,
Ich seh’ in der Näh’
Den Mond und die Sterne,
Den Wald und das Reh.
So seh ich in allen
Die ewige Zier,
Und wie mir’s gefallen,
Gefall’ ich auch mir.
Ihr glücklichen Augen,
Was je ihr gesehn,
Es sei, wie es wolle,
Es war doch so schön!

 

— Knifflig wird es beim Wagner-Quiz! Alle stöhnen über die angeblich schwierigen Fragen. Am Ende können aber doch erstaunlich viele Fragen beantwortet werden, es gibt für die drei Besten Preise zu gewinnen. Und – wir haben wieder gelernt – über Wagners Leben, seine Opern und Bayreuth.

 

Gegen 17 h kommen schwarze Wolken, es wird windig – wir räumen schnell alles zusammen, viele Gäste benutzen die Gelegenheit zum Aufbruch – dann beginnt es zu regnen, nein, zu schütten – aber unser Fest hat stattgefunden, wir sind erfüllt von schönen gemeinsam erlebten Stunden im Kreise von Wagner-Freunden. Und jetzt kommen die Bayreuther Festspiele – die schönsten Wochen des Jahres stehen bevor!


 

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